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Liebster Eli und Ihr Lieben,

Kein Entkommen. Letztes Wochenende wurde ich geradezu zu einer Sangha geführt, wo man mich bat, Video-Satsang zu geben und über meine Erkenntnisse zu sprechen. Geheimnisvollerweise hatte mich letzte Woche ein Freund angerufen, ob ich ihn begleiten und am Wochenende vor einer Gruppe von Menschen sprechen wolle. Normalerweise treffen sie sich jeden Monat, aber der Gruppenleiter war krank geworden. Nach diesem Satsang habe ich wirklich erfahren, was Papaji sagt: „ Ich habe niemals Satsang gegeben, ich empfange immer nur Satsang.“ Am Ende des Tages war ich so still, da war nur Raum, Liebe, Frieden, Einheit, Dankbarkeit.

 

Obwohl am Tag vor dem Treffen so viel Stille und Liebe war, musste ich, als ich dort ankam, natürlich meiner Angst, die Kontrolle zu verlieren, ins Gesicht sehen, der Dummheit, die Bedürfnisse anderer Menschen erfüllen zu wollen, der Angst, nicht geliebt und verurteilt zu werden ... etc., und all die anderen Ängste, die normalerweise bei einer 6er-Fixierung kommen. Das Größte war, dass die Angst zwar da war, aber sie hatte keine Bedeutung, denn ich wurde von der Gnade geführt. In mir brannte es wirklich sehr, aber tief in mir gab es so viel Vertrauen!

Zuerst sahen wir uns eine untertitelte DVD mit dem Titel, ´Living Freedom‘ von Gangaji und Eli an. Es gab verschiedene Reaktionen darauf. Aber es war so schön, dass keine davon persönlich genommen wurde. Es gab so viel Liebe zwischen den Teilnehmern der Gruppe. Und in Ungarn (jedenfalls in diesem Teil) habe ich wirklich niemals zuvor diese Art von Spirit in einer Sangha gefühlt. Ich fühlte ihn immer nur bei den Gangaji- und Eli-Gruppen. Ich bin so berührt, dass sich Satsang auch in diesem Teil der Welt zu verbreiten beginnt.

 

Nachdem wir die DVD angeschaut hatten, unterbrach eine Frau die Gruppe und sagte: „Also, ich bin eine gesprächige Person, aber jetzt kann ich nichts sagen; ich bin so berührt, etwas hat angehalten. Auch wenn ich nicht jeden Untertitel lesen konnte, aber was durch die Präsenz von Gangaji und Eli durchschien, hat mich umgehauen.“

 

Es war so schön, das zu sehen!! Während des Mittagessens teilten alle ihre Erfahrungen miteinander und es gab einige Diskussionen über das Erwachen.

 

Am Nachmittag sagte ich, dass es Zeit sei, dass sie jetzt selbst erfahren sollten, was hier ist, und was es ist, das sie wirklich wollten.

 

Ganz plötzlich fühlte ich wieder eine riesige Angst, aber ich habe sie einfach nur wahrgenommen und fühlte sofort, wie dumm der Gedanke war, der die Angst erzeugte. Der Gedanke war: Oh mein Gott, was wird passieren? Was, wenn sich alle öffnen, oder  wenn die Übung alles Mögliche in ihnen nach oben bringt, oder sie es nicht mögen werden ...

 

Als ich dies sah, lächelte ich, weil nicht ich verantwortlich bin, sondern es von selbst geschieht...

 

Ich weiß, dass die meisten von euch wahrscheinlich das Lifting-The-Veils-Programm von Eli bereits gemacht haben, und ich habe eine Übung gewählt, die wir dort gelernt hatten. Die Leute sollten Paare bilden und sich gegenseitig einige Fragen stellen, die sie immer wiederholen sollten. Tatsächlich habe ich eine ziemlich lange Übung gewählt, in der es circa 6 verschiedene Fragen gibt .Sie sollten ein Problem aus ihrem Alltag finden, das sie untersuchen wollten, und den Punkt finden, wo sie sich fälschlicherweise mit der Trance identifizierten. Die erste Frage war: Wer hat Schuld? Was willst du wirklich? etc. ... und am Ende: wie geschieht es emotional, mental und physisch? ...

 

Ich habe noch nie in meinem Leben eine Gruppe geleitet, und so kam ich mit der Leela-Therapie unmittelbar und ohne Umschweife dazu. Aber meine Güte, das Geschenk, das sie mir gegeben hat, ist unglaublich.

 

Zuerst sah ich folgende Reaktionen: „Also, welches Problem? Ich habe kein Problem, es gibt kein Problem. Es macht keinen Sinn, das zu tun, „mich“ gibt es gar nicht.“ Aber man konnte den enormen Widerstand dahinter fühlen. Trotzdem machten sie mit und ich bin sicher, es war auch für sie hilfreich. Bei anderen, die wirklich mitmachten, konnte man schon an ihrem Aussehen das Geschenk dieser Übung sehen. Manchmal war Ungeduld im Raum vorhanden, so wie: „Oh, gibt es noch eine Frage?“ Für einige fühlte es sich zuerst wie eine Last an, aber auch das war in Ordnung. Und die ganze Zeit konnte ich sehen, dass alles hier sein darf.

 

Aber als ich am Ende zu ihnen sagte, dass sie ihre Augen schließen sollten und sich selbst fragen sollten, was wäre, wenn das Ganze eine Trance wäre, erkannte ich noch tiefer, was ich schon mit dir, Eli, beim Lifting-The-Veils-Retreat erkannt habe: dass die Übung selbst eine Einführung in eine Trance ist. Und ich sagte: „Ahhh..., das wirkliche Geschenk einer Übung ist (das wurde mir durch den Widerstand einiger Leute gegen diese Übung klar) zu erkennen, was vor der Übung hier ist, während und danach. Also sagte ich danach in der „Meditation“: Schau, welche Gefühle durch die Übung hervorgerufen wurden, werde eins mit ihnen und schau, was tiefer ist und was immer hier ist.

 

Und dadurch geschah so viel Vertiefung. Ich wollte meine Augen nicht öffnen oder etwas sagen, sondern sie einfach lieben und lieben und sehen, dass es keinerlei Begrenzungen gibt. Ich kann wirklich sagen, dass, ein wahrer Freund zu sein, bedeutet,  ein offenes Herz und einen offenen Mind zu haben und dass das allen zugutekommt. Es spielt keine Rolle, welche Übung man wählt, wenn man mit einem Freund oder mehreren Freunden zusammen ist, es ist wirklich der stille Mind und das offene Herz und dann ist alles ein Geschenk.

 

Einige Leute, die vorher noch nie mit Selbsterforschung in Berührung gekommen waren und gemacht hatten, waren sehr erstaunt, wie tief diese einfachen und essentiellen Fragen sie durchdrungen hatten. Sie waren wirklich dankbar.

 

Als ich das erkannte, war ich noch tiefer berührt, dankbarer und still. Es war auch eine Bestätigung, dass mein Wunsch, sich durch diese einfache Methode selbst zu erkennen, hier wirklich willkommen ist, und es immer mehr Menschen gibt, die dafür offen sind.

 

Und so sage ich: „Hier bin ich, benutze mich, Liebe und Gnade, was du ohnehin tust ...“

 

Es ist wirklich erstaunlich, wie Menschen und Gruppen mich finden, denn ich forciere nichts ... Ich biete mich nur an trotz der eventuell auftretenden  Angst...

Das Persönliche verschwindet.

Es ist so schön, ein Teil von all dem zu sein ...

 

Ich liebe euch alle und höre euch am Samstag!

 

In tiefer Dankbarkeit und Liebe, eins ...

 

Adrienn